Dachdecker/in - Fachrichtung Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik Jobs

19 aktuelle Dachdecker/in - Fachrichtung Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik Stellenangebote

Zur Berufsorientierung
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Heizungsbauer (m/w/d) im technischen Innendienst für regenerative Energien

HDG Bavaria GmbHMassing Rottal

Wir suchen einen Heizungsbauer (m/w/d) im technischen Innendienst für regenerative Energien. Zu Ihren Aufgaben gehören die Erstellung hydraulischer Anlagenkonzepte und die technische Angebotsbearbeitung. Sie unterstützen unsere Kunden telefonisch bei technischen Fragen und begleiten die Projektabwicklung. Für diese Position benötigen Sie eine abgeschlossene Ausbildung im Heizungsbau oder als technischer Systemplaner. Gute EDV-Kenntnisse und idealerweise Erfahrung mit Auto CAD sind erforderlich. Wenn Sie kundenorientiert und lösungsorientiert arbeiten, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung!
Betriebliche Altersvorsorge Flexible Arbeitszeiten Vollzeit weitere Benefits
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Fachkraft als Zählerwechsler (m/w/d), Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (m/w/d) oder einer branchenverwandten Ausbildung; Vollzeit - unbefristet (Kennziffer: TTW012026)

gKU Ver- und Entsorgung München OstZorneding

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Fachkraft als Zählerwechsler (m/w/d) oder Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik in Zorneding (Kennziffer: TTW012026). Ihre Hauptaufgaben umfassen den Austausch von Wasserzählern gemäß Eichgesetz sowie die Dokumentation der Wechsel vor Ort. Sie führen Sichtkontrollen von Hausinstallationen durch und erfassen technische Besonderheiten. Zudem arbeiten Sie eng mit unserem technischen Innendienst zusammen, um eventuelle Abweichungen zu klären. Der direkte Kundenkontakt stellt einen wichtigen Teil Ihrer Tätigkeit dar, ebenso wie kleinere Instandhaltungsarbeiten an Hausanschlüssen. Eine Teilnahme an der Rufbereitschaft sorgt für einen reibungslosen Betriebsablauf.
Unbefristeter Vertrag Betriebliche Altersvorsorge Flexible Arbeitszeiten Familienfreundlich Weiterbildungsmöglichkeiten Vollzeit weitere Benefits
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(Senior) Projekt Manager:in - Photovoltaik Bauphase

GIGA.GREEN GmbHMünchen

Als (Senior) Projekt Manager:in leitest du den Aufbau und die Inbetriebnahme von Photovoltaik-Anlagen für Gewerbekunden in Deutschland. Du übernimmst die technische Machbarkeitsprüfung sowie die Bauvorbereitung und beaufsichtigst die gesamte Bauphase bis zur Inbetriebnahme. Dein technisches Know-how stellt sicher, dass die Projekte reibungslos ablaufen und die Photovoltaikanlagen effizient funktionieren. Wir bieten dir ein unbefristetes Arbeitsverhältnis in einer nachhaltigen Branche mit echtem Einfluss auf die Energiewende. Zudem hast du die Flexibilität, entweder im Homeoffice oder in unserem modernen Büro in Berlin zu arbeiten. Werde Teil eines engagierten Teams und trage zur grünen Zukunft bei!
Unbefristeter Vertrag Homeoffice Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Heizungsbauer (m/w/d) im technischen Innendienst für regenerative Energien

HDG Bavaria GmbHMassing Rottal

Wir suchen einen Heizungsbauer (m/w/d) im technischen Innendienst, der sich auf regenerative Energien spezialisiert. Zu Ihren Aufgaben gehören die Erstellung hydraulischer und regelungstechnischer Anlagenkonzepte sowie die technische und kaufmännische Angebotsbearbeitung. Sie unterstützen Kunden bei der Planung und stehen bei technischen Fragen telefonisch zur Verfügung. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung als Heizungsbauer oder Vergleichbares sowie gute EDV-Kenntnisse. Erfahrung mit Auto CAD ist wünschenswert, und Freude am Kundenkontakt sollte vorhanden sein. Profitieren Sie von leistungsgerechter Vergütung und flexiblem Gleitzeitmodell in einem dynamischen Team.
Festanstellung Betriebliche Altersvorsorge Flexible Arbeitszeiten Jobrad Gutes Betriebsklima Homeoffice Work-Life-Balance Vollzeit weitere Benefits
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Senior Researcher*in und Projektleiter*in (m/w/d) (Teil- oder Vollzeit) Bereich "Thermische Energiespeicher"

AEE – Institut für Nachhaltige Technologien (AEE INTEC)Gleisdorf

Werden Sie Senior Researcher*in und Projektleiter*in (m/w/d) in einer spannenden Teil- oder Vollzeitposition! Gestalten Sie innovative nationale und internationale Forschungsprojekte und akquirieren Sie interessante Fördermittel im nationalen sowie europäischen Förderumfeld.
Weiterbildungsmöglichkeiten Flexible Arbeitszeiten Homeoffice Vollzeit weitere Benefits
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Spezialmonteur (m/w/d) Anlagenbau

ENGIE Deutschland GmbHGladbeck

Suchen Sie eine spannende Karriere als Spezialmonteur (m/w/d) im Anlagenbau? Standort Gladbeck bietet hervorragende Möglichkeiten! In der Niederlassung Power Solutions unterstützen Sie Projektteams bei Revisions-, Montage- und Reparaturarbeiten. Sie berichten an den Fachproduktgruppenleiter und arbeiten eng mit dem Personaldisponenten zusammen. Wir bilden Sie zu einem Fachspezialisten in einer zukunftssicheren Branche aus. Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie Ihre Zukunft in einem innovativen Unternehmen!
Vollzeit weitere Benefits
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Auszubildender zum Elektroniker (m/w/d) für Energie- und Gebäudetechnik

KSK-Real Estate Management GmbHSt Augustin

Starte deine Karriere als Auszubildender Elektroniker (m/w/d) für Energie- und Gebäudetechnik bei der KSK-Real Estate Management GmbH! Bist du technikbegeistert und praktisch interessiert? Dann erlerne einen zukunftssicheren Beruf in einem innovativen Unternehmen! Wir bieten dir vielfältige Möglichkeiten in der Planung, Errichtung und Dokumentation von elektrotechnischen Anlagen. Seit 1996 stehen wir für Qualität in Bauprojekten und Gebäudemanagement. Werde Teil unseres Teams und gestalte aktiv die Zukunft der Immobilienbranche mit uns!
Fahrtkosten-Zuschuss Gutes Betriebsklima Corporate Benefit KSK-Real Estate Management GmbH Vollzeit weitere Benefits
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(Senior) Projekt Manager:in - Photovoltaik Bauphase

GIGA.GREEN GmbH

Als (Senior) Projekt Manager:in leitest du den Bau und die Inbetriebnahme von Photovoltaikanlagen für Gewerbekunden in ganz Deutschland. Du prüfst die technische Machbarkeit und bereitest die Bauphase sorgfältig vor. Während des Bauprozesses überwachst du alle Abläufe, um höchste Qualität sicherzustellen. Dank deiner Erfahrung laufen die Projekte reibungslos und die Anlagen liefern maximale nachhaltige Energie. Wir bieten ein unbefristetes Arbeitsverhältnis in einer zukunftssicheren Branche, die einen echten Beitrag zur Energiewende leistet. Genieße die Flexibilität, entweder im Homeoffice oder in unserem modernen Büro in Berlin zu arbeiten.
permanent_employment Unbefristeter Vertrag Homeoffice Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Technischer Mitarbeiter (m/w/d) Fernwärme / Netzbetrieb

medl GmbHMülheim Ruhr

Als Technischer Mitarbeiter (m/w/d) im Bereich Fernwärme und Netzbetrieb übernimmst du vielseitige Aufgaben. Du führst Instandhaltungsarbeiten an Fernwärmenetzen durch, darunter Sperrungen und Wiederinbetriebnahmen. Zudem überwachst und wartest du Fernwärmeanlagen, um deren Effizienz sicherzustellen. Deine Aufgaben beinhalten auch die Inbetriebnahme von Fernwärme-Übergabestationen und den Austausch von Wärmemengenzählern. Du koordinierst externe Dienstleister und unterstützt bei der Störungsbeseitigung im Netz. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung als Anlagenmechaniker SHK oder einer ähnlichen Qualifikation bist du ideal für diese abwechslungsreiche Position.
Gutes Betriebsklima Betriebliche Altersvorsorge Corporate Benefit medl GmbH Familienfreundlich Vollzeit weitere Benefits
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Gebäudetechniker Heizung Sanitär Klimatechnik (m/w/d) - NEU!

Weber Food Technology SE & Co. KGNeubrandenburg

Du betreust Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär-, Klima- und Wärmepumpensysteme eigenverantwortlich und koordinierst Fremdfirmen. Dazu gehört auch die fachliche Anleitung dieser Firmen. Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen zählen ebenfalls zu deinen Aufgaben. Du nimmst an Rufbereitschaften und Störungsdiensten teil und dokumentierst alle Arbeiten nach gesetzlichen Vorgaben. Deine Einsatzorte sind flexibel, insbesondere in Neubrandenburg und Groß Nemerow. Du verfügst über eine Ausbildung als Anlagenmechaniker SHK oder Mechatroniker für Kälte-/Klimatechnik sowie über mehrere Jahre Erfahrung im technischen Gebäudemanagement.
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Alles was Sie über den Berufsbereich Dachdecker/in - Fachrichtung Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik wissen müssen

Dachdecker/in - Fachrichtung Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Dachdecker/in - Fachrichtung Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik wissen müssen

Dachdecker/in – Zwischen Ziegeln, Zukunft und Zwickmühlen: Berufseinstieg neu gedacht

Der Geruch von frisch gesägtem Holz, knirschender Kies unter abgenutzten Arbeitsschuhen und der weite Blick über Schornsteine hinweg – das ist für viele kein postkartentauglicher Einstieg, sondern knallharte Alltagskulisse. Wer sich für den Beruf des Dachdeckers oder der Dachdeckerin entscheidet, stolpert vielleicht nicht romantisch, aber doch konsequent in eine der echten Kernbranchen unserer Baukultur. Ich erinnere mich gut an meinen ersten Tag auf dem Dach: Die Hände haben gezittert, nicht nur vor Kälte. Wer hier landen will – ob direkt nach der Schule oder als Fachkraft mit Umstiegsideen – sollte mehr als nur Schwindelfreiheit mitbringen. Eine Prise Abenteuerlust kann auch nicht schaden. Aber was erwartet einen wirklich zwischen Bleiwulst und Bitumenbahn?


Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik: Mehr als nur Steilvorlage für Handwerksträume?

Man könnte meinen, Dachdecker sein heißt, Ziegel für Ziegel aufs Dach zu legen. Wäre es so simpel, gäbe es vermutlich mehr von uns. Schließlich kümmern wir uns nicht nur um den Schutz vor Regen, Schnee oder abgehenden Dachlawinen. Die Fachrichtung Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik verlangt ein Verständnis für Feuchteschutz, Dämmung, Energieeffizienz – und, mit Blick auf moderne Baumethoden, zunehmend auch für solartechnische Anlagen, Gründächer und neue Werkstoffe. Das Handwerk spielt sich an der Schnittstelle von klassischer Bautechnik und innovativer Gewerkekollaboration ab. Klingt verschroben? Mag sein. In Wirklichkeit docken die Aufgaben oft direkt an Fragen der Nachhaltigkeit und Klimaanpassung an – so viel Praxissinn steckt auch nicht hinter jedem Baujob.


Qualifikation, Persönlichkeit und – mal ehrlich – die Sache mit der Disziplin

Viel wird geredet über Soft Skills: Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, handwerkliches Geschick. Geschenkt. Wohl keine Branche ist so gnadenlos ehrlich wie das Dachdeckerhandwerk, wenn es darum geht, wer sich behaupten kann und wer nicht. Wind und Wetter, ein wackeliges Gerüst – da lernt man Demut. Oder man geht eben wieder. Die Ausbildung verläuft in mehreren Etappen: Erstmal drei Jahre kräftig anpacken, dann Gesellenbrief in der Hand, und schon öffnen sich erste Türen für die Spezialisierung. Klar, es gibt da noch den klassischen Meisterweg und diverse Zusatzqualifikationen (Schwerpunkt Abdichtung, Asbest- oder Solartechnik etwa). Was viele unterschätzen: Digitalisierung hält selbst auf dem Dach Einzug. Drohnenvermessung, digitale Leistungsverzeichnisse, Kommunikation mit 3D-Bildern – das alles ist längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern Teil der Jobsuche und Alltagsarbeit.


Gehalt und Realität: Zwischen Tarifbindung und Tagesform

Ja, reden wir über Geld. Wird auf dem Bau generell seit jeher ganz gerne gemacht – mit einer Mischung aus Stolz und Frust. Wer als Einsteiger oder Quereinsteiger im Dachdeckerhandwerk anheuert, landet meist irgendwo zwischen 2.400 € und 2.800 € brutto (Vollzeit, tarifgebunden, regionale Unterschiede mal außen vor gelassen). Klingt nach viel Schweiß pro €? Ist es auch. Aber es gibt eine ehrliche Entwicklungsperspektive: Mit wachsender Erfahrung, Qualifikationen (etwa Vorarbeitergeschoss oder Meistertitel) und vielleicht ein wenig Verhandlungsgeschick lässt sich das Gehalt um gut ein Drittel und mehr steigern. Tatsächlich liegen die Spitzenverdienste manchmal im Schatten der regionalen Auftragslage. Ich kenne Dachdecker aus Frankfurt, die fast das Doppelte verdienen im Vergleich zu Kollegen auf dem Land – oft bei gleicher Arbeitszeit. Aber das ist dann eben auch die Geschichte mit den Mieten. Man kann nicht alles haben. Interessant, wie sehr manche sich in den Verdienstmöglichkeiten verheddern, ohne zu merken, wie wichtig ihnen eigentlich die Arbeit selbst ist.


Arbeitsmarkt, Fachkräftemangel – und der ewige Blick zum Horizont

Die Nachfrage? Hoch, manchmal nervtötend hoch. Unbesetzte Stellen in den Fachbetrieben, steigende Durchschnittsalter in den Belegschaften und eine wachsende Flut an Sanierungen, energetischen Modernisierungen, Dachbegrünungen. Das Dachdeckerhandwerk ist nicht nur wetterbeständig – es ist einer der Green Jobs, die oft unterm Radar durchstarten. Wer umsteigen will, muss nicht unbedingt Dachdeckerlaufbahn seit dem Grundschulalter geträumt haben. Quereinsteiger sind gefragt wie nie, besonders wenn sie ein Händchen für technische Innovation, Organisation oder Teams mitbringen, die menschlich und fachlich zusammenhalten. Überraschend oft habe ich erlebt, wie Menschen mit komplett anderem Hintergrund (KFZ, Veranstaltungstechnik, sogar Gastronomie) ihren Platz gefunden haben. Manchmal, weil sie Neues wollten, manchmal, weil im alten Job schlicht nichts mehr ging.


Work-Life-Balance und Sinnfragen: Machen nur Himmelsstürmer Karriere?

Die Mär von der reinen Männerdomäne ist längst angekratzt – nicht nur auf dem Papier. Trotzdem: Wer nachts vom warmen Bürojob träumt, wird auf dem Bau wenig Erholung finden. Arbeitszeiten schwanken, Wochenenden können verplant sein – besonders in der Hochsaison. Andererseits: Der Stolz steht mit auf dem Dach. Tatsächlicher Feierabend nach getaner Arbeit hat, so empfinde ich das, einen anderen Wert als das endlose Klicken zwischen E-Mails. Und ja, Versicherungen, Sicherheitsvorschriften, Nachrüstpflichten: Bürokratischer Ballast nimmt zu, auch bei uns. Allerdings schiebt sich in vielen Betrieben eine neue Mentalität nach vorn. Gleitzeitmodelle, Weiterbildungsmöglichkeiten während der Arbeitszeit, sogar Angebote für Jobsharing sind keine Utopie mehr. Der Beruf ist im Umbruch, mit allen Chancen und Reibungspunkten, die dazugehören.


Zwischen Innovation und Tradition: Neue Herausforderungen, alte Werkzeuge

Wer heute als Dachdecker/in durchstartet, tritt in einen Arbeitsmarkt ein, der mit beiden Beinen zwischen Vergangenheit und Zukunft steht. Digitalisierung, Nachhaltigkeit, wachsender Wettbewerbsdruck – ja, das alles sind Klangwolken in vielen Branchen, aber hier spürt man den Gegenwind handfest. Den Mut, sich auf dieses Abenteuer einzulassen, kann einem niemand abnehmen. Aber wenn ich ehrlich bin: Ich hätte nie gedacht, dass ein Handwerk, das so tiefgeerdet scheint, mir so oft das Gefühl von Aufbruch gibt. Ob als direkter Berufsstarter, neugierige Quereinsteigerin oder wechselbereiter Fachmann – ein Platz auf dem Dach ist nicht jedem gegeben. Für mich ist er, trotz aller Ecken und Kanten, immer noch mehr als ein Arbeitsplatz. Es ist, wenn man so will, ein echtes Stück Fernsicht.


Kurzbeschreibung Dachdecker/in - Fachrichtung Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik

Das Wichtigste in Kürze

Kurzbeschreibung Dachdecker/in - Fachrichtung Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik

Man könnte meinen, Dachdecker sein heißt, Ziegel für Ziegel aufs Dach zu legen. Wäre es so simpel, gäbe es vermutlich mehr von uns. Schließlich kümmern wir uns nicht nur um den Schutz vor Regen, Schnee oder abgehenden Dachlawinen. Die Fachrichtung Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik verlangt ein Verständnis für Feuchteschutz, Dämmung, Energieeffizienz – und, mit Blick auf moderne Baumethoden, zunehmend auch für solartechnische Anlagen, Gründächer und neue Werkstoffe. Das Handwerk spielt sich an der Schnittstelle von klassischer Bautechnik und innovativer Gewerkekollaboration ab. Klingt verschroben? Mag sein. In Wirklichkeit docken die Aufgaben oft direkt an Fragen der Nachhaltigkeit und Klimaanpassung an – so viel Praxissinn steckt auch nicht hinter jedem Baujob.

Viel wird geredet über Soft Skills: Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, handwerkliches Geschick. Geschenkt. Wohl keine Branche ist so gnadenlos ehrlich wie das Dachdeckerhandwerk, wenn es darum geht, wer sich behaupten kann und wer nicht. Wind und Wetter, ein wackeliges Gerüst – da lernt man Demut. Oder man geht eben wieder. Die Ausbildung verläuft in mehreren Etappen: Erstmal drei Jahre kräftig anpacken, dann Gesellenbrief in der Hand, und schon öffnen sich erste Türen für die Spezialisierung. Klar, es gibt da noch den klassischen Meisterweg und diverse Zusatzqualifikationen (Schwerpunkt Abdichtung, Asbest- oder Solartechnik etwa). Was viele unterschätzen: Digitalisierung hält selbst auf dem Dach Einzug. Drohnenvermessung, digitale Leistungsverzeichnisse, Kommunikation mit 3D-Bildern – das alles ist längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern Teil der Jobsuche und Alltagsarbeit.

Ja, reden wir über Geld. Wird auf dem Bau generell seit jeher ganz gerne gemacht – mit einer Mischung aus Stolz und Frust. Wer als Einsteiger oder Quereinsteiger im Dachdeckerhandwerk anheuert, landet meist irgendwo zwischen 2.400 € und 2.800 € brutto (Vollzeit, tarifgebunden, regionale Unterschiede mal außen vor gelassen). Klingt nach viel Schweiß pro €? Ist es auch. Aber es gibt eine ehrliche Entwicklungsperspektive: Mit wachsender Erfahrung, Qualifikationen (etwa Vorarbeitergeschoss oder Meistertitel) und vielleicht ein wenig Verhandlungsgeschick lässt sich das Gehalt um gut ein Drittel und mehr steigern. Tatsächlich liegen die Spitzenverdienste manchmal im Schatten der regionalen Auftragslage. Ich kenne Dachdecker aus Frankfurt, die fast das Doppelte verdienen im Vergleich zu Kollegen auf dem Land – oft bei gleicher Arbeitszeit. Aber das ist dann eben auch die Geschichte mit den Mieten. Man kann nicht alles haben. Interessant, wie sehr manche sich in den Verdienstmöglichkeiten verheddern, ohne zu merken, wie wichtig ihnen eigentlich die Arbeit selbst ist.

Die Nachfrage? Hoch, manchmal nervtötend hoch. Unbesetzte Stellen in den Fachbetrieben, steigende Durchschnittsalter in den Belegschaften und eine wachsende Flut an Sanierungen, energetischen Modernisierungen, Dachbegrünungen. Das Dachdeckerhandwerk ist nicht nur wetterbeständig – es ist einer der Green Jobs, die oft unterm Radar durchstarten. Wer umsteigen will, muss nicht unbedingt Dachdeckerlaufbahn seit dem Grundschulalter geträumt haben. Quereinsteiger sind gefragt wie nie, besonders wenn sie ein Händchen für technische Innovation, Organisation oder Teams mitbringen, die menschlich und fachlich zusammenhalten. Überraschend oft habe ich erlebt, wie Menschen mit komplett anderem Hintergrund (KFZ, Veranstaltungstechnik, sogar Gastronomie) ihren Platz gefunden haben. Manchmal, weil sie Neues wollten, manchmal, weil im alten Job schlicht nichts mehr ging.

Die Mär von der reinen Männerdomäne ist längst angekratzt – nicht nur auf dem Papier. Trotzdem: Wer nachts vom warmen Bürojob träumt, wird auf dem Bau wenig Erholung finden. Arbeitszeiten schwanken, Wochenenden können verplant sein – besonders in der Hochsaison. Andererseits: Der Stolz steht mit auf dem Dach. Tatsächlicher Feierabend nach getaner Arbeit hat, so empfinde ich das, einen anderen Wert als das endlose Klicken zwischen E-Mails. Und ja, Versicherungen, Sicherheitsvorschriften, Nachrüstpflichten: Bürokratischer Ballast nimmt zu, auch bei uns. Allerdings schiebt sich in vielen Betrieben eine neue Mentalität nach vorn. Gleitzeitmodelle, Weiterbildungsmöglichkeiten während der Arbeitszeit, sogar Angebote für Jobsharing sind keine Utopie mehr. Der Beruf ist im Umbruch, mit allen Chancen und Reibungspunkten, die dazugehören.

Wer heute als Dachdecker/in durchstartet, tritt in einen Arbeitsmarkt ein, der mit beiden Beinen zwischen Vergangenheit und Zukunft steht. Digitalisierung, Nachhaltigkeit, wachsender Wettbewerbsdruck – ja, das alles sind Klangwolken in vielen Branchen, aber hier spürt man den Gegenwind handfest. Den Mut, sich auf dieses Abenteuer einzulassen, kann einem niemand abnehmen. Aber wenn ich ehrlich bin: Ich hätte nie gedacht, dass ein Handwerk, das so tiefgeerdet scheint, mir so oft das Gefühl von Aufbruch gibt. Ob als direkter Berufsstarter, neugierige Quereinsteigerin oder wechselbereiter Fachmann – ein Platz auf dem Dach ist nicht jedem gegeben. Für mich ist er, trotz aller Ecken und Kanten, immer noch mehr als ein Arbeitsplatz. Es ist, wenn man so will, ein echtes Stück Fernsicht.

Dachdecker/in - Fachrichtung Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik Jobs in weiteren Städten

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