Ingenieur/in - Chemietechnik Jobs

10 aktuelle Ingenieur/in - Chemietechnik Stellenangebote

Zur Berufsorientierung
Top Karriere Portal - Auszeichnung von Focus
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Laborleiter Qualitätsmanagement Carbon Black chemische Industrie (m/w/d)

Orion Engineered Carbons GmbHKöln

In der Rolle des Laborleiters (m/w/d) verantworten Sie die Leitung eines 21-köpfigen Teams im Schichtbetrieb. Sie fördern Engagement und Zusammenarbeit, während Sie als zentrale Schnittstelle zwischen Labor, Produktion und Qualität agieren. Ihre Aufgabe umfasst die operative und disziplinarische Leitung sowie die Weiterentwicklung effizienter Labor- und Qualitätsprozesse. Diese unbefristete Festanstellung umfasst 37,5 Wochenstunden mit attraktiven 30 Tagen Urlaub. Das Gehaltsband liegt zwischen 84.000 € und 102.000 €, angepasst nach Chemietarif. Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie die Zukunft unseres Qualitätslabors aktiv mit!
Unbefristeter Vertrag Festanstellung Gutes Betriebsklima Erfolgsbeteiligung Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Heute veröffentlicht

Naturwissenschaftler/in (m/w/d) (z. B. Chemiker/in / Physiker/in [m/w/d]) oder Ingenieur/in (m/w/d) für den Aufgabenbereich Technischer Umweltschutz

Regierung von OberbayernEbersberg

Wir suchen eine/n Naturwissenschaftler/in oder Ingenieur/in (m/w/d) im Bereich Technischer Umweltschutz in Teilzeit. Ihre Aufgaben umfassen den integrierten Umweltschutz bei industriellen Anlagen, insbesondere Immissionsschutz. Sie wirken an Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz mit und überwachen die Einhaltung städtischer Vorschriften. Zusätzlich sind Sie für Stellungnahmen zu Lärmschutz, Luftreinhaltung und Anlagensicherheit verantwortlich. Ein Bachelor of Science/Engineering oder Diplom in einem relevanten Studienfeld ist erforderlich. Bewerben Sie sich jetzt, um aktiv zum Umweltschutz beizutragen und Ihre Expertise einzubringen!
Weiterbildungsmöglichkeiten Work-Life-Balance Flexible Arbeitszeiten Teilzeit weitere Benefits
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Chemie- und Biotechnologie (Master of Science) (m/w/d) - dual

Hochschule DarmstadtDarmstadt

Der Masterstudiengang in Chemie- und Biotechnologie (m/w/d) bietet eine interdisziplinäre Ausbildung, die entscheidend zur nachhaltigen Herstellung von Materialien beiträgt. Durch moderne biotechnologische und chemisch-technische Verfahren erwerben Studierende wertvolle Kenntnisse, die in zahlreichen Branchen gefragt sind. Das Kernstudium deckt Themen wie Pharmazeutische Chemie, Nanotechnologie und Prozessanalytik ab, während spezielle Vertiefungen praxisnahe Anwendungen wie Mikroreaktoren und Protein-Interaktionen behandeln. Absolventen sind bestens auf die Herausforderungen der Industrie vorbereitet und erfüllen die Anforderungen von Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen. Die Kombination aus Theorie und Praxis fördert innovative Lösungen für aktuelle Umweltprobleme. Werden Sie Teil einer zukunftsorientierten Disziplin, die unsere Welt nachhaltig gestaltet.
Vollzeit weitere Benefits
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Nachhaltigkeitsmanager (gn)

Remmers Gruppe AGLöningen

Wir suchen einen Nachhaltigkeitsmanager (gn), der unsere bauchemischen Produkte nachhaltig bewertet und Nachhaltigkeitsdatenblätter erstellt. Zu Ihren Aufgaben gehört die Anlage von Rohstoffen im ERP-System, einschließlich der Gefahreneigenschaften gemäß CLP-Verordnung. Außerdem sind Sie für die Stammdatenanlage und die Bearbeitung von Workflows in einer SAP-Umgebung zuständig. Idealerweise bringen Sie einen Bachelor oder Master in Chemie oder Chemieingenieurwesen sowie Erfahrung mit ERP-Systemen mit. Gute Englischkenntnisse und Vorerfahrung mit KI-basierten Anwendungen sind von Vorteil. Bei uns erwartet Sie eine moderne Arbeitsumgebung und eine inspirierende Unternehmenskultur.
Flexible Arbeitszeiten Vermögenswirksame Leistungen Betriebliche Altersvorsorge Kantine Vollzeit weitere Benefits
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Ingenieur für Umwelt und Genehmigung (m/w/d)

UPM – The Biofore CompanyLeuna

Suchst du nach einer spannenden Karriere in einem internationalen Unternehmen, das sich für eine nachhaltige Zukunft einsetzt? UPM ist ein Vorreiter in der Entwicklung erneuerbarer Alternativen zu fossilen Materialien. Hier hast du die Chance, Teil eines innovativen Teams zu werden. Wir bieten spannende Positionen in Bereichen wie Energie, Umwelt-Audit und Qualitätskontrolle. Erlebe eine dynamische Arbeitsumgebung und gestalte aktiv die Zukunft mit. Besuche Step Stone.de und richte deinen persönlichen Jobagenten ein, um deinen Traumjob zu finden!
Gutes Betriebsklima Work-Life-Balance Vollzeit weitere Benefits
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Ingenieur für Umwelt- und Energiemanagement (m/w/d)

TKMS GmbHKiel

TKMS ist ein führendes Unternehmen im Überwasser- und Unterwasserschiffbau mit über 185 Jahren Erfahrung. Wir sind stolz darauf, 70 Prozent der NATO-U-Boot-Flotte zu bauen und tragen somit aktiv zur globalen Sicherheit bei. Unsere engagierten mehr als 8.500 Mitarbeitenden arbeiten in einem dynamischen und technologisch fortschrittlichen Umfeld. Als wachsendes Marineunternehmen bieten wir vielfältige, zukunftssichere Karrieremöglichkeiten. Wir setzen auf exzellentes Energie- und Umweltmanagement gemäß ISO 50001 und ISO 14001. Damit optimieren wir kontinuierlich unsere Prozesse und tragen zu einem nachhaltigen Schiffbau bei.
Familienfreundlich Flexible Arbeitszeiten Homeoffice Betriebliche Altersvorsorge Jobticket – ÖPNV Gutes Betriebsklima Vollzeit weitere Benefits
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Gruppenleitung Arbeitssicherheit und Umwelt - Schwerpunkt Bau (m/w/d) - NEU!

HAMBURG WASSEROberdorla

Unser engagiertes Team für Arbeitssicherheit und Umweltmanagement setzt neue Standards in Bauprojekten. Wir legen großen Wert auf Offenheit, Wertschätzung und ein respektvolles Miteinander. Durch innovative Ansätze schützen wir aktiv Boden und Gewässer, reduzieren Emissionen und vermeiden Abfall. Regelmäßige Baustellenbegehungen und professionelles Reporting gewährleisten die Einhaltung aller Vorgaben. Unsere Mitarbeitenden profitieren von fachlicher und disziplinarischer Führung sowie maßgeschneiderten Schulungen. Gemeinsam schaffen wir eine nachhaltige und transparente Projektumsetzung, die auch künftigen Generationen zugutekommt.
Jobticket – ÖPNV Teilzeit weitere Benefits
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Werkstudent Biogas / Erneuerbare Energien (m/w/d)

TerraVis GmbHMünster

Wir suchen engagierte Werkstudenten im Bereich Biogas und erneuerbare Energien (m/w/d) in Münster. Unterstütze unser Produktmanagement und Innendienst bei spannenden operativen und konzeptionellen Aufgaben. Du führst eigenständig Biogas Batchversuche durch und begleitest alle Schritte von der Vorbereitung bis zur Auswertung. Zudem erstellst du Markt- und Wettbewerbsanalysen und bereitest die Ergebnisse anschaulich auf. Deine Ideen fließen in die Prozess- und Produktoptimierung ein, während du die technische Dokumentation selbstverantwortlich übernimmst. Nutze diese Chance, um Erfahrungen in einem zukunftsorientierten Bereich zu sammeln und deinen Beitrag zur Energiewende zu leisten.
Werkstudent Gutes Betriebsklima Vollzeit weitere Benefits
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EntwicklungsingenieurIn für H2 & Carbon Capture - Power-to-X (m/w/d)

ZCT Solutions GmbHWien

Gestalten Sie die Zukunft der Energie! Als Entwicklungsingenieur (m/w/d) in H2 & Carbon Capture unterstützen Sie bei der Optimierung industrieller Anlagen und entwickeln innovative Lösungen durch Prozessplanung, Funktionsspezifikationen und verfahrenstechnische Simulationen.
Weiterbildungsmöglichkeiten Gutes Betriebsklima Flexible Arbeitszeiten Vollzeit weitere Benefits
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Alles was Sie über den Berufsbereich Ingenieur/in - Chemietechnik wissen müssen

Ingenieur/in - Chemietechnik Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Ingenieur/in - Chemietechnik wissen müssen

Zwischen Laborbrenner und Großanlage – Die Chemietechnik auf dem Prüfstand

Manchmal frage ich mich, wer eigentlich auf die Idee kam, dass das Berufsleben von Ingenieurinnen und Ingenieuren in der Chemietechnik ein lineares Hochglanz-Karrierepfad sei, von der Uni direkt zum Schichtleiter, später dann voller Elan in die Projektleitung. Ist das wirklich so klar umrissen? Wohl kaum. Was viele unterschätzen: Chemietechnik ist vor allem ein Feld voller Zwischentöne – voller Aha-Momente, aber auch mit etlichen Ecken, an denen sich mancher die Finger wund reibt. Gerade am Anfang, nach dem Studium oder beim Wechsel aus einer anderen Industrie, ist die Frage: Wo lande ich eigentlich? Und will ich überhaupt dort bleiben? Eins sei vorweggenommen: Der Weg ist nicht vorgezeichnet.


Arbeitsalltag – Theoretisch vielseitig, praktisch oft rau

Wer frisch von der Uni kommt, bringt meistens den Kopf voller Physikalischer Chemie, Thermodynamik und idealisierter Prozessmodelle mit. Die Realität in der Anlage erinnert dann gelegentlich – sagen wir: an einen Improvisationstheater-Abend mit zusätzlichem Explosionsrisiko. Kein Tag gleicht dem anderen, aber das ist nicht immer ein Segen. Regelwerk, Sicherheitsvorschriften und Dokumentationswahn treffen oft auf Zeitdruck, alte Anlagen, knappe Budgets. In Forschung und Entwicklung (wo man als Berufseinsteiger:in oft landet, falls man kein Vitamin-B für den Direkteinstieg in die Produktion hat) stehen neue Projekte und Verfahren auf dem Plan – spannend, klar. Aber die Experimentierfreude wird gern von – wie soll ich sagen – administrativer Feinarbeit gebremst, und der technische Hausverstand wird noch wichtiger als das brillante Examen.


Welche Qualifikationen wirklich zählen – und was der Lebenslauf nicht verrät

Die offiziellen Listen mit „benötigten Kompetenzen“ lesen sich wie die Speisekarten aus dem letzten Jahrtausend: Mathematisches Verständnis, Teamfähigkeit, Kreativität, Kommunikationsstärke. Alles richtig, aber wer kennt nicht das Phänomen, dass das meiste davon zwischen Aktenordnern und digitalen Meetingräumen auf der Strecke bleibt? Was wirklich zählt – und darauf kommt es an: Standfestigkeit (mental wie physisch: 12-Stunden-Anlagenabnahmen sind kein Zuckerschlecken), ein wacher Blick für Prozessdetails, und die Bereitschaft, Fehler offen zuzugeben. Manchmal hilft auch schlicht eine dicke Haut, wenn das dritte Audit in einer Woche über einen hereinbricht.

Die Spezialisierung auf Digitalisierung und Automatisierung zählt heute übrigens fast mehr als klassische Prozesskenntnis. Wer sich mit Mess- und Regeltechnik, Programmierung oder – das Zauberwort – „Industrie 4.0“ auskennt, darf in viele Bewerbungen einen grünen Haken setzen. Englisch sowieso, aber das ist Standard.


Gehalt: Zwischen Apothekerkittel und Chemieparkhelm

Tja, und jetzt zum Thema, das am Stammtisch zur Sprache kommt, bevor das erste Bier leer ist: Wieviel verdient man eigentlich als Chemieingenieur:in? Die Spanne ist erstaunlich, je nachdem, wo (und für wen) man arbeitet. Im Rhein-Ruhr-Gebiet, in den Chemiezentren vom Frankfurter Raum oder in Leverkusen, erscheint das Einstiegsgehalt (manchmal) wie ein feuchter Traum für Geisteswissenschaftler:innen. Die Realität: 48.000 € bis gut 60.000 € Jahresbrutto sind drin, mit Tarifvertrag sogar noch mehr – aber der Einstieg in kleineren Mittelständlern oder abseits der Zentren kann empfindlich niedriger ausfallen.

Unterschiede machen ferner Branche und Funktion: Anlagenbetrieb zahlt besser als Labor, Pharma besser als Recycling. Wer ins Ausland geht, erlebt manchmal einen Goldrausch, manchmal eine Bruchlandung – ein Blick in regionale Besonderheiten lohnt sich also. Und, na klar: Mit wachsender Erfahrung, Übernahme von Verantwortung oder eventuell dem Sprung ins Management vervielfacht sich das Gehalt – zumindest auf dem Papier.


Karriereleiter, Weiterbildungswunsch – und was davon übrig bleibt

Karriereplanung in der Chemietechnik, das ist ein bisschen wie eine optimistische Projektplanung: ambitioniert, modular, immer unter Vorbehalt. Gerade am Anfang kann die Vielzahl an Weiterbildungsangeboten einschüchtern. Ob berufsbegleitendes Masterstudium, diverse Zertifikate (Qualitätsmanagement anyone?) oder Soft-Skill-Trainings – das Portfolio ist groß. Aber: Nicht immer bringt’s die ersehnte Beschleunigung. Karrierewege schlängeln sich oft zwischen Produktion, Entwicklungsabteilungen, Projektmanagement und, wer weiß, vielleicht sogar Richtung Vertrieb?

Die Spreu trennt sich spätestens beim Thema Selbstmanagement und Bereitschaft zur Veränderung: Wer an alten Lehrbuchwahrheiten klebt, kommt selten weit. Andererseits: Wer seine fachliche Heimat zu häufig wechselt, wird argwöhnisch beäugt. Manchmal bleibt als Kompromiss nur: Sich in einem Spezialgebiet festrennen und sich nach und nach in benachbarte Felder vorwagen. Das kann eine überraschende innere Freiheit bedeuten – oder das Gegenteil.


Trends, Stolpersteine und Lichtblicke: Der Arbeitsmarkt im Wandel

Gäbe es einen simplen Tipp für alle Jobsuchenden: Nicht allein auf Stellenausschreibungen verlassen. Das Reservoir an verdeckten Möglichkeiten – interne Wechsel, Projektarbeiten, Kontakte auf Branchentagen – ist beträchtlich, aber eben auch unsichtbar. Und: Fachkräftemangel? Ja, den gibt es, aber kein Persilschein. Die Anforderungen steigen, besonders bei Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz. Wer auf Zero Emission und Kreislaufwirtschaft setzt, findet offene Ohren – zumindest in hippen Stellenanzeigen. Im Alltag stoßen utopische Visionen gern auf klassische „Das haben wir immer so gemacht“-Logik. Es bleibt herausfordernd, daran nicht zu verzweifeln.

Apropos Work-Life-Balance: In der Chemietechnik ein schwieriges Thema, das wissen alle, die schon mal 48 Stunden an einem Anlagenhochlauf beteiligt waren. Familienfreundliche Modelle? Sie existieren, meist „auf Antrag“, aber man sollte Geduld mitbringen. Was sich ändert: Das Bewusstsein für Diversität, flexible Arbeitszeiten, die Möglichkeit, auch mal hybrid zu arbeiten. Nein, nicht die Masse bleibt daheim – aber die bloße Anwesenheitspflicht wird tatsächlich seltener eingefordert.


Resümee: Zwischen Chemikalien-Charme und Realitätssinn

Was bleibt also zu sagen? Der Weg in die Chemietechnik war nie so klar, wie es Study-Guides behaupten. Man braucht Neugier, einen langen Atem und die Fähigkeit, Frustration als Antrieb zu nutzen. Wer es schafft, sich weder von der Papierflut noch von PowerPoint-Schlachten aus der Ruhe bringen zu lassen, hat gute Karten. Für Berufseinsteiger:innen und alle mit Wechselgedanken gilt: Flexibilität schlägt Starrsinn, und eine Portion Zweifel schadet nie. Wer weiß, vielleicht träumt man irgendwann von der perfekten Weltformel – oder doch nur vom ersten Urlaub nach der Großabnahme. Immerhin: Man hat die Wahl.


Kurzbeschreibung Ingenieur/in - Chemietechnik

Das Wichtigste in Kürze

Kurzbeschreibung Ingenieur/in - Chemietechnik

Wer frisch von der Uni kommt, bringt meistens den Kopf voller Physikalischer Chemie, Thermodynamik und idealisierter Prozessmodelle mit. Die Realität in der Anlage erinnert dann gelegentlich – sagen wir: an einen Improvisationstheater-Abend mit zusätzlichem Explosionsrisiko. Kein Tag gleicht dem anderen, aber das ist nicht immer ein Segen. Regelwerk, Sicherheitsvorschriften und Dokumentationswahn treffen oft auf Zeitdruck, alte Anlagen, knappe Budgets. In Forschung und Entwicklung (wo man als Berufseinsteiger:in oft landet, falls man kein Vitamin-B für den Direkteinstieg in die Produktion hat) stehen neue Projekte und Verfahren auf dem Plan – spannend, klar. Aber die Experimentierfreude wird gern von – wie soll ich sagen – administrativer Feinarbeit gebremst, und der technische Hausverstand wird noch wichtiger als das brillante Examen.

Die offiziellen Listen mit „benötigten Kompetenzen“ lesen sich wie die Speisekarten aus dem letzten Jahrtausend: Mathematisches Verständnis, Teamfähigkeit, Kreativität, Kommunikationsstärke. Alles richtig, aber wer kennt nicht das Phänomen, dass das meiste davon zwischen Aktenordnern und digitalen Meetingräumen auf der Strecke bleibt? Was wirklich zählt – und darauf kommt es an: Standfestigkeit (mental wie physisch: 12-Stunden-Anlagenabnahmen sind kein Zuckerschlecken), ein wacher Blick für Prozessdetails, und die Bereitschaft, Fehler offen zuzugeben. Manchmal hilft auch schlicht eine dicke Haut, wenn das dritte Audit in einer Woche über einen hereinbricht.

Die Spezialisierung auf Digitalisierung und Automatisierung zählt heute übrigens fast mehr als klassische Prozesskenntnis. Wer sich mit Mess- und Regeltechnik, Programmierung oder – das Zauberwort – „Industrie 4.0“ auskennt, darf in viele Bewerbungen einen grünen Haken setzen. Englisch sowieso, aber das ist Standard.

Tja, und jetzt zum Thema, das am Stammtisch zur Sprache kommt, bevor das erste Bier leer ist: Wieviel verdient man eigentlich als Chemieingenieur:in? Die Spanne ist erstaunlich, je nachdem, wo (und für wen) man arbeitet. Im Rhein-Ruhr-Gebiet, in den Chemiezentren vom Frankfurter Raum oder in Leverkusen, erscheint das Einstiegsgehalt (manchmal) wie ein feuchter Traum für Geisteswissenschaftler:innen. Die Realität: 48.000 € bis gut 60.000 € Jahresbrutto sind drin, mit Tarifvertrag sogar noch mehr – aber der Einstieg in kleineren Mittelständlern oder abseits der Zentren kann empfindlich niedriger ausfallen.

Unterschiede machen ferner Branche und Funktion: Anlagenbetrieb zahlt besser als Labor, Pharma besser als Recycling. Wer ins Ausland geht, erlebt manchmal einen Goldrausch, manchmal eine Bruchlandung – ein Blick in regionale Besonderheiten lohnt sich also. Und, na klar: Mit wachsender Erfahrung, Übernahme von Verantwortung oder eventuell dem Sprung ins Management vervielfacht sich das Gehalt – zumindest auf dem Papier.

Karriereplanung in der Chemietechnik, das ist ein bisschen wie eine optimistische Projektplanung: ambitioniert, modular, immer unter Vorbehalt. Gerade am Anfang kann die Vielzahl an Weiterbildungsangeboten einschüchtern. Ob berufsbegleitendes Masterstudium, diverse Zertifikate (Qualitätsmanagement anyone?) oder Soft-Skill-Trainings – das Portfolio ist groß. Aber: Nicht immer bringt’s die ersehnte Beschleunigung. Karrierewege schlängeln sich oft zwischen Produktion, Entwicklungsabteilungen, Projektmanagement und, wer weiß, vielleicht sogar Richtung Vertrieb?

Die Spreu trennt sich spätestens beim Thema Selbstmanagement und Bereitschaft zur Veränderung: Wer an alten Lehrbuchwahrheiten klebt, kommt selten weit. Andererseits: Wer seine fachliche Heimat zu häufig wechselt, wird argwöhnisch beäugt. Manchmal bleibt als Kompromiss nur: Sich in einem Spezialgebiet festrennen und sich nach und nach in benachbarte Felder vorwagen. Das kann eine überraschende innere Freiheit bedeuten – oder das Gegenteil.

Gäbe es einen simplen Tipp für alle Jobsuchenden: Nicht allein auf Stellenausschreibungen verlassen. Das Reservoir an verdeckten Möglichkeiten – interne Wechsel, Projektarbeiten, Kontakte auf Branchentagen – ist beträchtlich, aber eben auch unsichtbar. Und: Fachkräftemangel? Ja, den gibt es, aber kein Persilschein. Die Anforderungen steigen, besonders bei Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz. Wer auf Zero Emission und Kreislaufwirtschaft setzt, findet offene Ohren – zumindest in hippen Stellenanzeigen. Im Alltag stoßen utopische Visionen gern auf klassische „Das haben wir immer so gemacht“-Logik. Es bleibt herausfordernd, daran nicht zu verzweifeln.

Apropos Work-Life-Balance: In der Chemietechnik ein schwieriges Thema, das wissen alle, die schon mal 48 Stunden an einem Anlagenhochlauf beteiligt waren. Familienfreundliche Modelle? Sie existieren, meist „auf Antrag“, aber man sollte Geduld mitbringen. Was sich ändert: Das Bewusstsein für Diversität, flexible Arbeitszeiten, die Möglichkeit, auch mal hybrid zu arbeiten. Nein, nicht die Masse bleibt daheim – aber die bloße Anwesenheitspflicht wird tatsächlich seltener eingefordert.

Was bleibt also zu sagen? Der Weg in die Chemietechnik war nie so klar, wie es Study-Guides behaupten. Man braucht Neugier, einen langen Atem und die Fähigkeit, Frustration als Antrieb zu nutzen. Wer es schafft, sich weder von der Papierflut noch von PowerPoint-Schlachten aus der Ruhe bringen zu lassen, hat gute Karten. Für Berufseinsteiger:innen und alle mit Wechselgedanken gilt: Flexibilität schlägt Starrsinn, und eine Portion Zweifel schadet nie. Wer weiß, vielleicht träumt man irgendwann von der perfekten Weltformel – oder doch nur vom ersten Urlaub nach der Großabnahme. Immerhin: Man hat die Wahl.

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